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Gut gepflegt

Krankenpflegerin Alice mit Leidenschaft für ihren Beruf.

Wir haben uns umgehört, wie geht es den Heldinnen und Helden, die unser tägliches Leben mit ihrer Arbeit aufrechterhalten und unsere Versorgung sichern? Hier in Wort und Bild Alice Hagenleithner, 31 Jahre, Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien.

vida.at: Wie geht es dir in der Corona-Krise?

Alice Hagenleithner: Also mittlerweile habe ich mich an die Situation gewöhnt. Am Anfang war eine gewisse Unsicherheit da. Man hat sich gefragt, wohin das Ganze führt. Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es große Ausmaße annehmen wird. Weil ich in der Pflege arbeite, habe ich eine andere Sicht auf die Dinge, was hilft, weil man anders damit umgeht.

vida.at: Wie hat sich dein Arbeitsalltag verändert?

Alice Hagenleithner: Vieles wurde heruntergefahren, damit man auf den Peak, also den Höhepunkt der Corona-Welle, vorbereitet ist. Es wurden weniger Patientinnen und Patienten aufgenommen. Auch das Personal wurde reduziert.

vida.at: Fühlst du dich gut geschützt in deiner Arbeit?

Alice Hagenleithner: Also zu Beginn der Krise war es ein wenig schwierig, alle Schutzmaßnahmen zu gewährleisten. Diese Angst hat sich aber nach und nach verflüchtigt. Natürlich schaut jeder jetzt noch mehr auf Hygiene. Man kann in der Pflege aber nicht auf Abstand gehen.

vida.at: Hast du Kinder und wenn ja, wie funktioniert das mit der Betreuung derzeit?

Alice Hagenleithner: Bei uns funktioniert das sehr gut, da mein Mann und ich im Schichtdienst arbeiten. Da gibt es schon sehr viel Verständnis. Offenbar greifen in der Krise dann doch alle zusammen und Arbeitgeber agieren richtig.

vida.at: Wie unterstützt dich der Betriebsrat in dieser herausfordernden Zeit?

Alice Hagenleithner: Das Tolle bei uns ist, dass unser Betriebsrat generell schon bestens arbeitet. Man kann sich wirklich darauf verlassen. In so einer Krise ist so etwas natürlich umso wertvoller.

vida.at: Du leistest mit deiner Arbeit einen wertvollen Beitrag für uns alle. Hast du ein besonderes Erlebnis bei deiner Arbeit gehabt?

Alice Hagenleithner: Ich merke es vor allem im Freundeskreis. Es wird nachgefragt, wie es mir geht. Es wäre wünschenswert, wenn die Wertschätzung gewisser Berufsgruppen über die Corona-Zeit hinausgeht.

vida.at: Deine Wünsche an die Gesellschaft, Gewerkschaft, Regierung?

Alice Hagenleithner: Es wäre toll, wenn die Menschen mehr aufeinander schauen. Es sollte Bewusstsein geschaffen werden für die guten Dinge. Wir können aus der Krise lernen. Wir müssen gewisse Standards halten, damit in einer Notsituation alles da ist.

vida.at: Welche drei Dinge machst du zuerst, wenn die Krise vorbei ist?

Alice Hagenleithner: Ich freue mich darauf, die Familie wiederzusehen, auch um Ostern nachzufeiern. Ich hoffe, dass ich aus der Krise mitnehmen kann, wie vieles man eigentlich nicht braucht.

 

HÖRTIPP
vidaHören Spezial "Job und Corona kompakt" 

Wir reden darüber, welche übermenschlichen Leistungen die Beschäftigten in den Gesundheits- und Pflegeberufen in der Krise erbringen. Gleich reinhören:


Du hörst Sylvia Gassner, Vorsitzende des vida-Fachbereichs Soziale Dienste und Gerald Mjka, Vorsitzenden des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida.

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