Rekord-Wintersaison 2011/12
Der Wintertourismus hat auch in der Saison 2011/12 ein kräftiges Nächtigungsplus verzeichnet. "Es freut uns, dass es dem Tourismus so gut geht, es müssen aber endlich auch die Beschäftigten einen angemessenen Anteil am Erfolg bekommen", fordern die Verhandlungsführer der Gewerkschaften vida und GPA-djp für den Kollektivvertrag Hotel- und Gastgewerbe, Rudolf Komaromy und Alfred Gajdosik.
Laut Statistik Austria stieg die Zahl der Übernachtungen im Jahresabstand um 3,6 Prozent auf 64,3 Millionen, die Gästeankünfte erhöhten sich um 4,8 Prozent auf 16,4 Millionen.
"Das zeigt, dass sowohl die Wirtschaft als auch die ArbeitnehmerInnen das Ihre zum Erfolg beigetragen haben. Leider sieht man aber an den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen, dass die Arbeitgeber den Beschäftigten ihren Anteil am Erfolg verweigern", kritisieren Komaromy und Gajdosik: "Die angebotenen Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen liegen sogar weit unter der Inflationsrate, angesichts der jüngsten Erfolgsbilanzen ist das beschämend."
Arbeitgeber sollen Leistungen angemessen entlohnen, fordern vida und GPA-djp
Die laufenden Kollektivvertragsverhandlungen wären eine Gelegenheit, endlich auch die Leistung der rund 200.000 Beschäftigten angemessen zu honorieren, sagen die beiden Gewerkschafter: "Wir fordern weiterhin einen Mindestlohn bzw. ein Mindestgehalt von 1.450 Euro brutto. Dass die Arbeitgeber in diesem Zusammenhang stets von einer 20-prozentigen Lohnerhöhung sprechen, sich aber nie trauen, den aktuellen Mindestlohn von 1.205 Euro bzw. das Mindestgehalt von 1.208 Euro brutto zu erwähnen, ist bezeichnend. Sie wissen selbst, dass man von diesem Einkommen weder vernünftig leben kann, noch entspricht es den erbrachten Leistungen, die für eine Jubelmeldung nach der anderen sorgen."