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VIDA
Beschäftigte in der Gastronomie

KV-Verhandlungen im Hotel- und Gastgewerbe

vida setzt sich durch: Ab Mai 2011 gilt Mindestlohn von 1.200 Euro brutto.

Nach intensiven und langen Verhandlungen kamen die Verhandlungsteams in der Nacht des 4. Mai 2010 zu einem Ergebnis. Rückwirkend mit 1. Mai 2010 steigen die Kollektivvertragslöhne für ArbeiterInnen im Hotel- und Gastgewerbe um 1,65 Prozent. Ab 1. Mai 2011 erhalten die Tourismus-Beschäftigten 2,05 Prozent mehr Lohn.

Zähe Verhandlungen

"Die Verhandlungen haben sich äußerst zäh gestaltet. Wäre es nach der Tourismuswirtschaft gegangen, hätten sich die Beschäftigten mit einer Mini-Lohnerhöhung zufrieden geben müssen. Wir standen mehrere Male kurz vor dem Abbruch", berichtet Rudolf Komaromy, Verhandlungsführer für die Gewerkschaft vida.

1.200 Euro brutto Mindestlohn erreicht

Trotz der starren Blockadehaltung der Arbeitgeberseite zu Beginn der Verhandlungen und unterschiedlichsten Standpunkten konnte die Gewerkschaft vida jedoch eine Einigung im Sinne der Beschäftigten erzielen. "Ab 1. Mai 2011 gilt auch in unserer Branche ein Mindestlohn von 1.200 Euro brutto, das entspricht 1.000 Euro netto. Das war unser Ziel", so vida-Bundesfachgruppensekretär Robert Maggale.

Working poor in Tourismus-Branche

Der Tourismus ist von der Lohn- und Gehaltsstruktur im unteren Bereich der Einkommen angesiedelt. Zwei Drittel der Tourismus-Beschäftigten kommen sehr schlecht bis gar nicht mit ihrem Einkommen aus. "Working poor" ist ein allgegenwärtiges Problem. Der Jeder Zweite kommt überhaupt nur durch finanzielle Zuwendung von Eltern, EhepartnerIn oder LebensgefährtIn über die Runden. "Und das trotz einer 40-Stunden-Woche. In der Realität geht die Wochenstundenanzahl aufgrund von All-In-Verträgen sogar noch weit darüber hinaus", unterstreicht Maggale die Bedeutung des 2-Jahres-Abschlusses.

Lehrlingsentschädigungen

Die kollektivvertraglichen Lehrlingsentschädigungen werden ab 1. Mai 2010 für alle Lehrlinge in allen Lehrjahren um 15 Euro erhöht, ab 1. Mai 2011 um 2,05 Prozent.

Verschlechterungen erfolgreich abgewendet

Drohende Verschlechterungen der Rahmenbedingungen konnte die Gewerkschaft vida erfolgreich abwenden. Die Arbeitgeber hätten eine Verkürzung der Ruhezeiten von elf auf acht Stunden gefordert. Auch dem Plan der Arbeitgeber, eine etwaige Tagesfreizeit wie zum Beispiel die Mittagspause in diese Ruhezeit einzuberechnen, wurde von den ArbeitnehmervertreterInnen eine deutliche Absage erteilt.

Weitere Gespräche unter VerhandlerInnen

Im Zuge der Verhandlungen einigten sich die Verhandlungsteams darauf, weitere Gespräche zum Rahmenrecht und zur Nomenklatur der Lohntabelle zu führen. Der KV tritt rückwirkend mit 1. Mai 2010 in Kraft und hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

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