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VIDA

Weniger Saisonniers im heurigen Winter

Sozialpartner vida und WKO einigen sich auf ein bedarfsgerechtes Tourismuskontingent.

Zeitgerecht hat Bundesminister Rudolf Hundstorfer das Winterkontingent 2011/2012 für Saisoniers aus Drittstaaten verordnet. Gemeinsam mit dem bereits im Oktober verordneten Gletscherkontingent beträgt die diesjährige Kontingenthöhe für die nun beginnende Wintersaison insgesamt 2.225. Im Vergleich zu den Zahlen der letzten Wintersaison entspricht dies einem Rückgang um rund 65 Prozent, was einerseits mit der erstmals in der Wintersaison angewandten Stammsaisonier-Regelung und anderseits mit der Öffnung des EU-Arbeitsmarktes für die Erweiterungsländer zu begründen ist.

Sozialpartner-Erfolg: 95 Prozent der Stammsaisoniers sind registriert
 
Der österreichische Arbeitsmarkt ist seit 1. Mai des heurigen Jahres für die EU-25 geöffnet. "Unser Ziel im heimischen Tourismus muss es daher sein, in erster Linie österreichische sowie ArbeitnehmerInnen aus den EU-25-Mitgliedsstaaten sowie Stammsaisoniers aus Drittstaaten zu beschäftigen", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida und Verhandler auf ArbeitnehmerInnenseite. Rund 3.000 Arbeitskräfte aus den EU-Erweiterungsländern, die bisher in der Wintersaison in Österreich gearbeitet haben, benötigen heuer keinen Kontingentplatz mehr.

"Neben dem Kernsaisonkontingent stehen den heimischen Betrieben 1.500 registrierte Drittstaaten-Arbeitskräfte, die sich als "Stammsaisoniers” beim AMS registriert haben zur Verfügung. Damit seien bereits knapp 95 Prozent der berechtigten Stammsaisoniers registriert - ein Erfolg des Sozialpartnermodells von Gewerkschaft vida und Wirtschaftskammer.
 
Kaske: "Arbeitsuchende zu fairen Bedingungen in Beschäftigung bringen"
 
"Unser Augenmerk hat darauf zu liegen, dass wir in- und ausländische  Arbeitsuchende, die bereits hier sind, zu fairen Lohn- und Arbeitsbedingungen wieder in Beschäftigung bringen. Die Zulassung von Drittstaatensaisoniers wurde daher bedarfsgerecht auf ein Restkontingent beschränkt", argumentiert Kaske.
Das aktuelle Kontingent kann als gemeinsame Lösung zwischen der Gewerkschaft vida, Arbeitsministerium und Wirtschaftskammer verstanden werden. "Das Saisonierkontingent wurde in einem sozial verträglichen Rahmen festgesetzt, um bedarfsgerecht die Saisonspitzenzeiten abzudecken", sind sich die Sozialpartner einig.
 

 

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