ÖBB: "Das ist keine Strategie"
Kurzsichtig und teuer
Kritik an der Strategie von ÖBB-Chef Christian Kern übt der stellvertretende vida-Vorsitzende, ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender Wilhelm Haberzettl am 8. Oktober 2011 im Interview mit dem "Kurier". Das Konzept sei ein "reines Rückzugsgefecht ohne offensive Maßnahmen" - das Zusperren und Verkaufen von Werkstätten "kurzsichtig und teuer".
Keine Blanko-Unterschrift für verschlechternde und sozialwidrige Versetzungen
Wünsche nach einer Aufweichung des Dienstrechts sind für Haberzettl eine "Kriegserklärung" des ÖBB-Vorstandes: "Ich habe den Eindruck, dass die Manager immer dann anfangen, übers Dienstrecht zu diskutieren, wenn ihnen nichts anderes mehr einfällt." Haberzettl kann und will dem ÖBB-Chef auch keine "Blanko-Unterschrift für verschlechternde und sozialwidrige Versetzungen", geben.
Steuerzahler würden doppelt zahlen
Zu den Themen Personalabbau und Pensionierungen erklärt Haberzettl, es gebe auch eine volkswirtschaftliche Komponente: "Nehmen wir an, dass man Eisenbahner kündigen kann. Dann habe ich Arbeitslose, die das System auffangen muss. Die Arbeit, die sie jetzt machen, bleibt aber. Das heißt, ich muss Aufträge nach außen vergeben. Dann zahlt der Steuerzahler doppelt: Einmal für die Arbeitslosen und ein zweites Mal für die Aufträge der Infrastruktur, die über ÖBB-Schulden ja der Staat zahlt. Dafür bin ich nicht zu haben", so der der ÖBB-Betriebsratschef im "Kurier-Interview".
Lesen Sie das vollständige Interview im "Kurier" unter "Mehr zum Thema" links neben dem Artikel.