KV-Verhandlung Eisenbahn 2026
Im Einsatz für einen neuen Kollektivvertrag für die Bahnbranche.
KV Verhandlungen
KV Verhandlung 2026
Konstruktiver Auftakt: KV-Verhandlungsrunde am 12.10.
Gewerkschaft und Arbeitgeber sind konstruktiv in die Verhandlungen 2026 gegangen. Im Mittelpunkt der ersten Runde standen rahmen- und arbeitsrechtliche Details. Außerdem haben sich die Sozialpartner auf den Berechnungszeitraum für die rollierende Inflation verständigt: Oktober 2025 bis September 2026. Jetzt werden die Zahlen geprüft, Daten erhoben und die nächsten Verhandlungsschritte vorbereitet. Ein Ergebnis gibt es noch nicht.
vida Verhandlungsteam
© Dietmar Weiss
„Die Bahn ist das Verkehrsmittel der Zukunft. Dafür braucht sie Menschen, die gerne dort arbeiten.“Verhandlungsleiter und Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn
Wofür wir eintreten:
Der Kollektivvertrag gilt für rund 55.000 Beschäftigte in 98 österreichischen Eisenbahnunternehmen. Für uns ist klar: Leistung muss sich auszahlen. Hinter jeder unserer Forderungen steht ein guter Grund.
- Gutes Gehalt: Die Bahn fährt Rekorde ein, und das muss sich auch bei den Gehältern zeigen. Die Kaufkraft muss gesichert sein. Mehr als 7.000 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner haben an der KV-Umfrage der vida teilgenommen. 93 Prozent sprechen sich für die volle Abgeltung der Teuerung aus. Dieses Votum nehmen wir mit in jede Verhandlungsrunde.
- Gleiche Regeln für alle Bahnen: Seit 2012 gelten je nach Unternehmen unterschiedliche Regeln. Wir fordern klare Wettbewerbsbedingungen, beispielsweise harmonisierte Gehaltstabellen, die 38,5-Stunden-Woche für alle und eine einheitliche Nachtarbeitszeit.
- Verbesserungen im Rahmen- und Arbeitsrecht: Derzeit sind zwischen zwei Diensten Ruhezeiten von nur sechs Stunden möglich, gerechnet ab dem Verlassen des Zuges. Wir fordern elf Stunden, damit alle ausgeruht zum Dienst kommen.
Die Bahnbranche boomt
Noch nie waren in Österreich so viele Züge unterwegs: 138,9 Millionen Zugkilometer. Die Betriebsleistung pro Kopf ist seit 2023 um 15,7 Prozent gestiegen, die Produktivität um 11,3 Prozent. Gleichzeitig ist die Belastung hoch. Von 2023 bis 2025 fielen bei den Bahnen im Schnitt jedes Jahr rund fünf Millionen Mehrleistungs- und Überstunden an, 410.000 Urlaubstage blieben unverbraucht. In den nächsten Jahren braucht die Branche Tausende neue Kolleginnen und Kollegen. Triebfahrzeugführer:innen, Fahrdienstleiter:innen, Verschieber:innen und Gleisbauer:innen stehen bereits auf der bundesweiten Mangelberufsliste 2026.
Der nächste Verhandlungstermin findet am 21. Oktober statt. Ab 1. Dezember 2026 soll der neue Kollektivvertrag gelten.
Unsere Forderungen liegen auf dem Tisch
Erstmals haben wir unsere Forderungen schon vor Verhandlungsbeginn an die Wirtschaftskammer übermittelt. Unser Ziel: gutes Gehalt, Sicherheit und Fairness für die Eisenbahner.
Bei der vida-Pressekonferenz am 5. Oktober hat Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn und Verhandlungsleiter, die Situation der Branche und unsere Forderungen vorgestellt.
Anständige Löhne stärken uns alle
vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit macht deutlich: Anständige Löhne sichern Kaufkraft und finanzieren öffentliche Leistungen. Über Steuern und Sozialbeiträge tragen sie zu Pensionen, Gesundheitsversorgung und sozialer Absicherung bei.
Schon ein Prozent weniger Lohnentwicklung im Eisenbahnsektor bedeutet Millionen Euro weniger an Steuern und Sozialbeiträgen.
Gemeinsam sind wir stärker
Wir halten dich über die Verhandlungen auf dem Laufenden und binden dich ein. Je mehr Kolleg hinter unseren Forderungen stehen und sich beteiligen, desto stärker sind wir am Verhandlungstisch.
Gemeinsam für gutes Gehalt, Sicherheit und Fairness.