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Gastro-Profis vom Café Schwarzenberg in Wien Sie sind ein Stück Kaffeehauskultur. Die Gastro-Profis im Café Schwarzenberg.
Kochlehrling Arman befüllt die Kuchenvitrine im Café Schwarzenberg in Wien Nachwuchskoch Arman sorgt für das leibliche Wohl.
Gastro-Profi an der Kaffeemaschine im Café Schwarzenberg in Wien Hier wird richtig guter Kaffee gemacht.
Oberkellner Andreas Schwabl beim Servieren im Café Schwarzenberg in Wien. Oberkellner Andreas serviert mit Charme und Schmäh.
Lehrling Arman im Café Schwarzenberg in Wien hinter der Kuchenvitrine Heute Lehrling - morgen Fachkraft - mit guter Bildung.
Oberkellner Andreas Schwabl mit Zeitungen im Café Schwarzenberg in Wien Zum Café gehören der Oberkellner und die tägliche Zeitung.

Arbeiten, wo andere Kaffee trinken

Eine vida-Reportage über das Wiener Traditionscafé Schwarzenberg.

Hohe Räume, große Luster, dunkles Holz, eine große Kuchenvitrine und Kellner im schwarzen Dreiteiler samt Mascherl – willkommen im Café Schwarzenberg. Hier serviert Oberkellner Andreas Schwabl Kaffeespezialitäten, Mehlspeisen und Schmankerln aus der Küche.

Vom Luxuskreuzer ins Traditionscafé

Viele Jahre hat Andreas auf Saison gearbeitet – sogar auf einem Luxuskreuzer. Anfang der 80er-Jahre hat er den Anker in Wien geworfen. „Ich wollte eigentlich nur ein halbes Jahr bleiben, geworden sind es 35 Jahre“, erzählt Andreas. Heute ist er stellvertretender Restaurantleiter im Café Schwarzenberg, das Teil von GOURMET ist. Rund 30 Beschäftigte arbeiten im Service, hinter der Schank und in der Küche.

Melange mit Charme

„Manche Stammgäste kommen seit 40 Jahren. Auch Falco war gerne hier“, verrät Andreas. Bestellung aufnehmen, servieren, kassieren, dazwischen Wiener Schmäh und Small Talk. Andreas und sein Team sorgen 365 Tage im Jahr dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen. Sie arbeiten acht Stunden am Tag, Schicht für Schicht. „Der erste Dienst beginnt um 6.30 Uhr, der letzte endet um 0.30 Uhr, in der Ballsaison sind wir länger für unsere Gäste da. Das wird natürlich extra abgegolten“, so Andreas.

Ohne Rauch geht's auch

ArbeitnehmerInnenschutz wird im Café Schwarzenberg großgeschrieben. Bereits Mitte der 90er-Jahre wurde ein Nichtrauchersalon eingerichtet, seit 2009 ist das Café komplett rauchfrei. „Auch wer selbst raucht, will nicht stundenlang im Rauch arbeiten“, weiß Andreas aus eigener Erfahrung. Vom gesunden Arbeitsklima profitieren alle.

Gutes Klima

„Auch sonst passt bei uns vieles. Und wenn etwas nicht passt, dann reden wir darüber und suchen gemeinsam nach Lösungen.“ Andreas ist Betriebsrat und in der Gewerkschaft vida aktiv. Er bildet Lehrlinge aus, ist in der Prüfungskommission und gestaltet Berufsbilder mit.

Gruß aus der Küche

Jüngster Café-Zugang ist Arman Vazirnezami. Der 22-Jährige absolviert hier seine Ausbildung zum Koch. Er ist im 3. Lehrjahr und voll integriert ins À-la-carte-Geschäft: „Das Zubereiten und Anrichten gefällt mir am besten. Und wenn ich von den Gästen ein gutes Feedback bekomme, ist das ein sehr schönes Gefühl!“

Top ausgebildet

Arman hat seine Prüfung Ende August. Mit Unterstützung seiner KollegInnen bereitet sich der Lehrling intensiv vor. Andreas ist zuversichtlich, dass alles gut ausgeht: „Unser Unternehmen legt sehr großen Wert auf gute Ausbildung. Es gibt spezielle Kurse, Prämien für Schulerfolge und mehr Geld fürs Lehrlings-Börsel.“

Zahlen bitte

Für Gastro-Profi Andreas ist klar: Wenn die Branche wieder mehr Menschen für die Gastronomie begeistern will, muss sie höhere Löhne und Zuschläge zahlen. Dafür macht sich Andreas gemeinsam mit vida stark. Attraktive Arbeitgeber haben kein Problem, Personal zu finden, ist sich Andreas sicher: „Geregelte Arbeitszeiten, gerechter Lohn und gutes Betriebsklima, das hat mich vor 35 Jahren überzeugt – und deshalb bin ich
noch heute im Café Schwarzenberg!“

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Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Tourismus Johann-Böhm-Platz 1
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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner