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GPA-djp und vida fordern 35-Stunden-Woche im privaten Gesundheits- und Sozialbereich

Online-Petition zur Unterstützung gestartet – 2. KV-Verhandlungsrunde am 11.1.2018.

Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und die Gewerkschaft vida erneuern im Zuge der aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen mit den Arbeitgebern der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) für die mehr als 100.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich neben einer Reallohn- und Gehaltserhöhung ihre Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Die zweite Verhandlungsrunde findet am 11. Jänner 2018 statt.

Eine Arbeitszeitverkürzung im Gesundheits- und Sozialbereich entspricht dem Wunsch der Beschäftigten und hat nachweislich einen positiven Effekt auf die Gesundheit und somit auf Fehlzeiten durch Krankenstände. Eine Reduktion der Arbeitszeit darf jedoch nicht zu einer Verdichtung der Arbeit führen. Der Arbeitsdruck ist in diesem Bereich schon jetzt enorm hoch. Daher ist neben einem vollen Lohnausgleich auch ein voller Personalausgleich sehr wichtig. Durch die Verkürzung der Vollzeit könnte Arbeit umverteilt und Teilzeitbeschäftigte, die länger arbeiten wollen, können ihre Arbeitszeit aufstocken.

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Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
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