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An der NORDSEE-Theke

Arbeiten bei der Nummer eins in Sachen Fisch.

Bitte zu Tisch, heute gibt's Fisch! NORDSEE ist der Spezialist in Sachen Fisch-Systemgastronomie. In Österreich gibt es über 30 Standorte mit knapp 500 Beschäftigten. Sahidul Azim Molik ist einer von ihnen. Er ist im 3. Lehrjahr und der Fisch wurde ihm quasi in die Wiege gelegt: „Meine Familie hatte eine Fischzucht in Bangladesch. Ich finde Fische  auch noch heute spannend.“

Nachwuchs aus fernen Ländern

Sahidul ist als Asylwerber nach Österreich gekommen. „Ich habe mich umso mehr gefreut, mit NORDSEE einen guten Arbeitgeber gefunden zu haben. Hier kann ich mit Menschen
aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammenarbeiten“, erzählt der 21-Jährige. Sahidul arbeitet im Restaurant, in der Küche und auch fürs Lieferservice. Dabei bekommt er Einblicke in viele Bereiche: von der Bestellung der Ware und deren Kontrolle bei der Anlieferung über die Personalplanung bis hin zum Kassenabschluss. „Die  Lehrlingsausbildung ist wirklich sehr gut. Es gibt spezielle Seminare und Vorbereitungen zur Lehrabschlussprüfung. Jedes Jahr findet außerdem eine Lehrlingswoche statt, wo wir eine Filiale selbst managen dürfen.“ Mit seinem Lohn ist Sahidul auch sehr zufrieden: „Was mir vor allem gefällt, ist, dass wir mehr Lehrlingsentschädigung bekommen, als im  Kollektivvertrag steht!“

35 Jahre Fischliebhaberin

Auch für Christine Duschek ist NORDSEE zur zweiten Heimat geworden. Kein Wunder, ist sie doch seit 1981 hier tätig. Christine hat schon in vielen Filialen gearbeitet, derzeit ist sie am Wiener Westbahnhof. Morgens richtet sie die Filiale her. Die Produkte werden frisch zubereitet, die Ware wird präsentiert. Das umfasst viele Arbeitsschritte: vom Aufbacken jedes einzelnen Brötchens bis hin zur Einhaltung der Rezeptur. „Jede Filiale bringt spannende Herausforderungen mit sich. Die Arbeitsabläufe sind anders, das Team ist neu und auch die Gäste. Das macht den Beruf seit über 35 Jahren spannend!“, so die 56-Jährige.

Betriebsrat aus Leidenschaft

Seit vielen Jahrzehnten gibt es einen Betriebsrat. Christine musste seine Dienste zum Glück noch nie wegen eines Notfalls in Anspruch nehmen. „Im Gegenteil, meine Eva, die Betriebsratsvorsitzende, braucht mich. Schließlich habe ich sie vor zwölf Jahren eingeschult“, lächelt Christine. Eva Eberhart und ihr Team konnten viel erreichen: von ermäßigtem Mitarbeiter-Essen über Gutscheine zu Weihnachten, Prämien für Lehrlinge und Jubilare bis hin zu gratis Deutsch-Kursen. Ein Dauerbrenner für Eva ist das Thema Geld: „Das Hotel- und Gastgewerbe hat in den letzten Jahren immer stärker zugelegt. Im Vergleich dazu sind Löhne und Gehälter noch immer unverhältnismäßig niedrig. Deshalb setze ich mich mit der vida dafür ein, dass die Beschäftigten in der Branche mehr Geld ins Börsel bekommen!“

Einsatz für die Jugend

Ein großes Ziel hat Eva bereits erreicht: „In jeder Filiale sollte ein Lehrling ausgebildet werden. Heute kann ich mit Stolz berichten, dass wir das fast geschafft haben!“ Das nächste Ziel hat Eva schon im Visier: „Ich möchte einen Jugendvertrauensrat installieren.“ Auch Christine liegt der Nachwuchs am Herzen: „Mir macht es Freude, jungen KollegInnen zu helfen, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Mir selbst fehlen nur noch vier Jahre bis zur Pension. Aber ich weiß schon jetzt, dass ich die Zeit mit meinem Team vermissen werde!

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Für dich da! Gewerkschaft vida Fachbereich Tourismus Johann-Böhm-Platz 1
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Über uns

Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

Fachbereichsvorsitzender: Berend Tusch
Fachbereichssekretär: Andreas Gollner