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„Frühstart“ bei Mindestlohn

JUFA-Hotelgruppe prescht vor.

Toller Erfolg für über 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JUFA Hotels in Österreich! Dem Zentralbetriebsrat Martin Oberfeichtner ist es gelungen, dass jedeR VollzeitbeschäftigteR ab sofort mindestens 1.500 Euro brutto verdient. Die Hotelgruppe zieht damit die Anhebung der Mindestlöhne um zehn Monate vor! Der kollektivvertragliche Mindestlohn für Angestellte und Arbeiter in Hotellerie und Gastronomie in der Höhe von 1.500 Euro brutto tritt österreichweit eigentlich erst mit Mai 2018 in Kraft.

Kräftiges Einkommensplus

Oberfeichtner ist mit dem vorgezogenen Mindestlohn sehr zufrieden: „Es herrscht bei uns im Unternehmen generell ein gutes Einvernehmen zwischen Management und dem Betriebsrat. Ich kann mit Recht behaupten, dass die JUFA Hotels ein Vorzeigebetrieb in der Tourismuswirtschaft sind!“ Von der Mindestlohnanhebung profitieren in erster Linie Etagenkräfte, Küchenhilfen und Service-MitarbeiterInnen. Über Lohnerhöhungen gibt es aber auch für Köche und RezeptionsmitarbeiterInnen. Die Mindestlöhne für Köchinnen und Köche werden, abhängig von Ausbildung, Erfahrung und Region auf € 1.600,- bis € 2.000,- angehoben. An der Rezeption steigen die Mindestlöhne auf bis zu 1.800 Euro pro Monat.

Österreichweit einheitliche Einkommen sind Ziel

Derzeit bekommen Köche und RezeptionistInnen noch unterschiedliche Löhne und Gehälter nach Regionen. Auch das soll aber bald der Vergangenheit angehören, hofft Oberfeichtner: „Es ist einem Koch in der Steiermark nur schwer zu erklären, warum sein Kollege in Vorarlberg pro Monat ein paar hundert Euro mehr verdient. Wir arbeiten gemeinsam mit dem JUFA-Management daran, dass dieser Unterschied in ein paar Jahren nicht mehr vorhanden ist und wollen auch damit eine Vorreiterrolle in der Branche einnehmen!“

„Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Hotels sind unsere Visitenkarte beim Gast. Diese Motivation wollen wir durch die neuen Gehalts-Schemas unterstützen“, ergänzt JUFA-Vorstand KR Gerhard Wendl.

Deutliches Plus auch bei Lehrlingsentschädigungen

Mehr Geld gibt es ab Juli 2017 auch für Lehrlinge. Auf die kollektivvertraglich vorgeschriebene Lehrlingsentschädigung von 700 Euro im 1. Lehrjahr, 800 Euro im 2. Lehrjahr und 900 Euro im 3. legen die JUFA Hotels 20 Prozent drauf. Daraus ergeben sich monatliche Entschädigungen je nach Lehrjahr von € 840,-, € 960,- und € 1.080,-. Diese Erhöhung gilt nicht nur für Lehrlinge, die im September 2017 ihre Ausbildung bei JUFA beginnen, sondern auch für all jene, die schon in das zweite oder dritte Lehrjahr starten.

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Der Fachbereich Tourismus in der Gewerkschaft vida vertritt die Interessen der 200.000 Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe und in der Systemgastronomie. Der Tourismus ist eine junge Branche, 40 Prozent der Beschäftigten sind jünger als 30 Jahre, nur knapp 11 Prozent über 50. Über 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen im Hotel- und Gastgewerbe sind Frauen. Die Branche ist von hoher Fluktuation und Abwanderung gezeichnet. Ohne Pensionierungen verlässt im Tourismus fast die Hälfte der Beschäftigten die Branche nach zehn Jahren. Die Gründe dafür liegen in schlechten Verdienstmöglichkeiten, Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Beruf und Familie und wenig Zukunftsperspektiven. Das darf nicht so bleiben, daher setzen wir in der Gewerkschaft vida uns für bessere Rahmenbedingungen in der Branche ein.

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