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Kampf für Flughafen-Ausbau

3. Piste könnte 30.000 neue Jobs schaffen. BR-Versammlung über geplante Aktionen.

„Wir werden die vorläufige gerichtliche Entscheidung gegen den Bau der 3. Piste am Flughafen Wien sicher nicht einfach hinnehmen. Ab sofort machen wir dagegen mobil und starten auch eine große Infokampagne, warum wir eine dritte Start- und Landebahn am Airport brauchen!“, so Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt, bei einer BetriebsrätInnenversammlung am Flughafen Wien Anfang April.

Standort sichern, nicht gefährden

Die BetriebsrätInnen des Flughafens haben dabei bekräftigt, dass sie gegen den Anschlag auf ihre Arbeitsplätze und ihre Sicherheit vorgehen wollen und werden. „Wir werden nicht zulassen, dass unsere Arbeitsplätze nach Bratislava oder München exportiert werden. Das wäre ein Verlust zehntausender Arbeitsplätze", so der vida-Arbeiterbetriebsrat am Flughafen, David John. Das derzeitige Urteil gefährdet das Wachstum des gesamten Wirtschaftsstandortes, so der Betriebsrat: „Kommt keine 3. Piste, wird die Chance auf 30.000 zusätzliche Jobs einfach so vom Tisch gewischt!“

Arbeitsplätze haben Vorrang

„Wir sind nicht gegen Klimaschutz. Ganz im Gegenteil“, betont Schwarcz, aber „es kann nicht sein, dass Klimaschutz über alles geht und dafür Arbeitsplätze geopfert werden!“ Ein Verbot der dritten Piste würde dem Klima sogar schaden, ist der Gewerkschafter überzeugt: „Ein Teil der Fluggäste wird auf Flughäfen wie München, Bratislava oder auch Prag ausweichen. Der Prager Flughafen pumpt in den kommenden zehn Jahren eine Milliarde Euro in den Ausbau! Dort rüstet man sich für immer höhere Fluggastzahlen und Prag ist von Wien ja nicht rasend weit weg. Wer nicht ausweicht, der kreist in seiner Maschine in vielen hundert Kilometer langen Schleifen über Wien, bis sie endlich landen kann. Am Himmel über Wien ist es jetzt schon zu eng.“

Informationsoffensive

In den kommenden Wochen soll es eine neue Infoveranstaltung für die BetriebsrätInnen am Flughafen geben. Zudem geht in Kürze eine eigene Webseite online, um Stimmung für den Bau der 3. Piste zu machen. „Wir müssen alles unternehmen, damit der Bau ermöglicht wird!“, unterstreicht Schwarcz. Ursprünglich hatte der Flughafen mit einer Inbetriebnahme der 3. Piste bis zum Jahr 2025 gerechnet. Sollten die Höchstrichter das Bauverbot des Bundesverwaltungsgerichts zur 3. Piste aufheben, könnten Flugzeuge die neue Start- und Landebahn frühestens 2030 nutzen.

Fakten zum Thema:

  • Ab 2025 sind die Kapazitätsgrenzen am Flughafen Wien erreicht, es gibt also dringenden Bedarf für eine dritte Piste.
  • Seit 2010 sei am Flughafen die Zahl der Passagiere von 20 Millionen auf mehr 23 Millionen gestiegen. In zehn Jahren sollen es bis zu 29 Millionen sein.
  • Die Luftfahrt sichert heute rund 80.000 Jobs in ganz Österreich und erwirtschaftet etwa 1,8% des BIP. Durch den Bau der 3. Piste können 30.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
  • Der internationale Flugverkehr wird mit oder ohne 3. Piste wachsen. Flüge werden nach Erreichen der Kapazitätsgrenze in Wien auf nahegelegene Flughafen-Standorte ausweichen. Die Schadstoff-Emissionen werden an der österreichischen Grenze nicht Halt machen.
  • Mit  der 3. Piste würde es deutlich mehr Flugverbindungen geben. Das führt zu einer Aufwertung des Wirtschafts-, Tourismus- und Kongressstandortes Ostösterreich. Dadurch könnte es tausende zusätzliche Arbeitsplätze in der Region geben.

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